Sehenswürdigkeiten in Homburg

Sehenswürdigkeiten in Homburg


Schlossberghöhlen

Das mystische Höhlenlabyrinth der Schlossberghöhlen Homburg lädt zu spannenden Momenten ein. Die größten Buntsandsteinhöhlen Europas gehörten zur ehemaligen Festung Hohenburg auf dem Schlossberg und wurden als Verteidigungsarenal genutzt. Das Farbenspiel des bunten Sandes, der vor ca. 250 Millionen Jahren entstanden ist, bietet ein einmaliges Erlebnis für das Auge. Künstlerische Lichtinstallationen lassen den Sandstein in Blau und Grün erstrahlen. Ein rotes Lichtspiel wird von Wagnermusik untermalt. Auch die Rippelmarken zeugen von der Vergangenheit. Diese Besonderheit der Schlossberghöhlen sind Wellenspuren des bewegten Wassers. Durch diese Rippelmarken wird die Flächenbedeckung mit Wasser in der Region, vor vielen Millionen Jahren, belegt. Ursprünglich handelte es sich bei den Schlossberghöhlen um einen Bergwerksstollen aus dem 17. Jahrhundert, in dem Quarzsand für die Glasherstellung abgebaut wurde. In späteren Zeitepochen diente der Stollen unter anderem zur Gewinnung von Formsand für die Eisenindustrie. Im zweiten Weltkrieg suchten viele Menschen Schutz vor den Fliegerangriffen in dem weiträumigen Höhlengelände. Um die Sicherheit in Kriegszeiten für die saarländische Regierung zu gewährleisten, wurde in den 50er Jahren an die Sandsteinhöhlen ein Bunkerbereich angebaut. Nach aufwendigen Renovierungsarbeiten der Höhlen, sind die Stahl- und Betonkonstruktionen, die dem Schutz vor Einstürzen dienen, ebenfalls zu sehenswerten Objekten geworden. Die Schlossberghöhlen können unter fachkundiger Führung besichtigt werden. Daher ist eine Voranmeldung unbedingt erforderlich. Zu erreichen sind die Höhlen vom Parkplatz auf dem Schlossberg oder von der Altstadt in Homburg über einen Treppenzugang.


Römermuseum Homburg-Schwarzenacker

Rom fasziniert die Menschen auch noch Jahrtausende nach dem Untergang des gigantischen Weltreiches. So finden sich im Saarland viele Spuren der Römer - in Form von Fundstücken und Siedlungen, wie in Schwarzenacker, einem Stadtteil der Kreis- und Universitätsstadt Homburg. Schwarzenacker, einst von Kaiser Augustus als römische Handelsstadt gegründet, ging im Jahre 275/276 n. Christus in Flammen auf. Zurück blieben einige Häuser und Kellergewölbe und der Grundriss einer römischen Siedlung war zu erkennen. Diese 25-30 ha große Siedlung, die einst um die 2000 Einwohner zählte, wurde als Freilichtmuseum in Teilen rekonstruiert. Durch wieder aufgebaute Häuserfassaden, Abwasserkanäle und Straßenzüge wird der römische Alltag anschaulich vermittelt. Das „Haus des Augenarztes“, das den vornehmen Wohnraum zeigt und das „Säulenkellerhaus“, das seinen Namen den imposanten Säulen des Kellers verdankt, zeugen von der damaligen Baukunst. Bäckerei, Herberge und Gastwirtschaft dürfen natürlich in einer römischen Siedlung nicht fehlen. So manche römische Spezialität kann sich der Gast hier munden lassen. Durch den prachtvollen Park, vorbei am gallorömischen Umgangstempel für den Gott Merkur, macht der Besucher einen Zeitsprung in den Barock. Im rosafarbenen Edelhaus harmonieren römische Fundstücke und eine Gemäldesammlung aus dem 18. Jahrhundert. Die ehemaligen Auftragwerke des Zweibrücker und Karlsberger Herzogshof sind Dauerleihgaben der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München und zeigen Landschafts- und Tiermotive.


Schloss Karlsberg

Das Schloss Karlsberg wurde um 1780 herum in der Nähe von Homburg erbaut. Damals nannte man den rund 360 Meter hohen Berg auf dem das Schloss errichtet wurde Buchenberg. Bereits wenige Jahre nach der Vollendung wurde es bei der Französischen Revolution zerstört. Das Schloss wurde damals mittels 100, extra herbei gezogenen, Heuwägen angezündet. Von der gesamten Anlage, die unter Herzog Karl II. August von Pfalz-Zweibrücken entworfen wurde, ist heut nicht mehr viel übrig geblieben. Nachdem Napoleon das Schloss an die Witwe des einstigen Herzogs zurückgegeben hatte, befahl er, die Ruine dem Erdboden gleich zu machen. Die Einrichtungsgegenstände der Gebäude finden sich nach der Plünderung in ganz Süddeutschland wieder. So haben unter anderem die Residenzen Würzburg, Bamberg und München große Teile des Mobiliars an sich genommen. Das Historische Museum der Pfalz und das Deutsche Jagdmuseum wiederum nahmen die Waffen an sich. Die Gemälde, die Münzen und die Reste des Tafelsilbers wurden anderweitig an Museen weitergegeben. Gerade wegen den Resten des Schlosses und der Umgebung lohnt sich hier ein Besuch, besonders für Liebhaber von Burgen und Ruinen. Noch heut begehbar ist der Garten, der sich im Wesentlichen in 3 Teile teilt. Der wohl bekannteste Teil ist die Karlslust. Hier standen bis zum Orkan 1990 die Karlskastanien, Esskastanien, die im ganzen Homburger Kreis bekannt und beliebt waren. Auch stand hier der Tschifflik Pavillon und eine große Kaskade. Von dem Pavillon, der im türkischen Baustil erbaut wurde, sind heut noch die Fundamente zu sehen. Einen Rundgang auf dem Karlsberg kann man nur empfehlen, allerdings ist von der Begehung mit dem Rollstuhl oder Kinderwagen eher abzuraten.

Zahlen & Fakten: Stadtname:
Homburg (Saar)

Bundesland:
Saarland

Landkreis:
Saarpfalz-Kreis

Höhe:
233 m ü. NN

Fläche:
82,64 km²

Einwohner:
43.569

Autokennzeichen:
HOM

Vorwahl:
06841,06848

Gemeinde-
schlüssel:

10 0 45 114

Firmenverzeichnis für Homburg (Saar) im Stadtportal für Homburg (Saar)